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Ausstellungen

"Deutsche aus Russland - Geschichte und Gegenwart“ in der Bergvogtei

Bildnachweis: Fotos der LmDR e.V., Stuttgart
Bildnachweis: Fotos der LmDR e.V., Stuttgart
Bildnachweis: Fotos der LmDR e.V., Stuttgart

10. Juni bis 31. Juli 2018
Dienstag bis Freitag: 14:00 bis 17:00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage: 11:00 bis 17:00 Uhr

Die Ausstellung informiert auf 20 Stellwänden über die deutschen Spätaussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion und ihre Geschichte. Sie wurde von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) mit Sitz in Stuttgart konzipiert und mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern (BMI Berlin) und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF Nürnberg) realisiert.

Ausgelöst worden war die große Welle der Auswanderung von Deutschen nach Russland am 22. Juli 1763 durch ein Manifest der deutschstämmigen Zarin Katharina der Großen. Um die südlichen und östlichen Grenzen von Russland neueroberten Territorium an der Wolga, auf der Krim und in Südost-Russland vor Angriffen der Mongolen-Tataren zu schützen, lud die Zarin Zuwanderer nach Russland ein. Die Mehrheit kam aus Deutschland, wo nach dem Siebenjährigen Krieg große Not und Armut herrschte.

Katharina II. versprach den deutschen Einwanderern Privilegien wie eine eigenständige deutschen Verwaltung, Glaubensfreiheit, Befreiung vom Wehrdienst, Steuerbefreiung und bis zu 30 Hektar Land für jede Familie. So entstanden in der Zeit von 1764 bis 1862 viele deutsche Siedlungen an der Wolga, im Raum St. Petersburg, in der Ukraine, in Wolhynien, auf der Krim, im Kaukasus und in Bessarabien.

Die Folgen von zwei blutigen Weltkriegen und die daraus resultierenden Konflikte mit Deutschland trafen die Nachfahren der deutschen Auswanderer in der späteren Sowjetunion hart. Es kam zu Pogromen und Deportationen, Enteignungen und Repressalien.

So ist es kein Wunder, das in der Folge viele Deutsche die Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR verlassen haben und ins Land ihrer Ahnen zurückgekehrt sind. Durch die gezeigten Informationen soll die Ausstellung auch zum Abbau von Vorurteilen und zur Verbesserung der Akzeptanz russlanddeutscher Spätaussiedler in der deutschen Gesellschaft beitragen.

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